In Search Of Inspiration...
  Startseite
  Über...
  text
  promise
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/lolav

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Für-Sorge

Seit Tagen hören die Kopfschmerzen nicht auf. Ich weiß nicht warum. Es könnte der Freitag sein. Es könnten die Tabletten sein, die ich einfach nicht mehr nehme. Es könnte Frau R. sein, bei der ich mich schon seit Monaten nicht mehr gemeldet habe und die ich eigentlich gerade am meisten brauche um meine Gedanken zu sortieren. Vielleicht trinke ich nicht genug. Oder es ist das Wetter. Vielleicht weil ich so müde bin... ich bin so so müde. Kaum bin ich zu hause angekommen, lege ich mich auf den blanken Boden und drücke meinen Kopf mit aller Kraft gegen die harte Fläche. Der Schmerz wandert durch alle Regionien meines Hirns. Das einzige was mich erhellt und erhält ist gerade die Katze. Wie sie Aufmerksamkeit fordert, wie sie sich das Fell fleißig putzt, wie sie sich mit mir auf dem Boden rekelt und meine nackten Beine mit seinen Narben so akzeptiert wie sie sind, in dem sie sich beim Putzen auch meinen Beinen widmet.

Ich will schlafen, Welt, ich will schlafen, bis alles vorbei ist. So lang es nur geht, bis eben nichts mehr schmerzt. Nicht der Körper, nicht der Kopf, nicht das Herz, nicht die Seele, nicht das Bewusstsein. Nichts mehr.

10.12.13 17:07


Beinah

Abgespalten. Ich habe mich abgespalten. Verrückt. In diesem einen Moment. Als ich meine ganze Kraft und noch viel mehr von meiner Hoffnung verloren habe. Als ich in deinen Armen zusammengesunken bin. Denke daran, dass dein zugenähtes Handgelenk gerade mein halbes Gewicht tragen muss. Aber in diesem Moment habe ich mich verloren. Meine Beherrschung. Meine Disziplin. Meine Körperspannung. Beinahe mein Bewusstsein. Das Hirn setzte aus. Die Knie knickten ein. Die Gliedmaßen zittern. Ich bekomme keine Worte mehr aus meinem Mund. Meine Lippen gehorchen nicht. Meine Zunge gehorcht nicht. Sie formen nichts. Obwohl ich mich anstrenge. Du sagst ich bräuchte jetzt nichts sagen. Es wäre okay. Es wäre verständlich, dass ich so reagiere. Und es wäre ja nichts falsches dabei so viel auf einmal zu fühlen. Immerhin hast du mir gerade in Einzelheiten erzählt, wie du letzten Monat irgenwann versucht hast, dich umzubringen. Einfach so. Ohne irgendeinen Abschied. Ohne dass ich gewusst hätte, was ich dir das letzte Mal gesagt habe, als wir uns gesehen haben. Einfach so. Weil du, wie du sagst, mal wieder dein Leben verkackt hast. Es sind die Geschichten, die auch schon während unserer Beziehung die ganze Zeit über Thema waren. Ich habe angst um dich. Selbst in dem Moment, als du mich aufgefangen hast. Selbst während du mich hältst. Ich habe angst, dass du stirbst. Weil du glaubst, dass du es nicht mehr wert bist weiter zu leben. Das größte Licht in meinem Herzen wäre beinahe erloschen. Ohne dass ich irgendwas hätte daran ändern können. Ohne dass ich es vielleicht überhaupt mitbekommen hätte. Ich stehe neben mir. Ein Abbild meiner selbst hat sich wie ein Hologramm aus dem Oringinal abgespalten und hängt nun irgendwo zwischen Welt und Nichtwelt. Ich möchte hier weg. Ich möchte zurück auf meinen Planeten. Ohne den ganzen Mist. Ohne Abbilder von mir. Ohne Hologramme. Ohne Fatamorgana. Ich will zurück auf den Planeten, auf dem ich noch glaubte alles würde irgendwie irgendwann gut. Ich will dort hin, wo nicht mehr verbittert bin gegenüber dem Leben. Ich will keine angst mehr um dein Leben haben. Ich will unbefangen sein. Ich will lachen können, ohne daran zu denken, dass du möglicherweise gerade verzweifelt weinst.

Die Worte sind schwer. 

Die Gedanken ein einziges Gewühl.

Ich brauche Zeit.

Zum Sortieren.

Um diese Traurigkeit abzulegen.

Ich brauche wieder Klarheit.

...

...

...

Clueso - Beinah

9.12.13 22:23


Operation

Ich fluche.

Heute immer und immer wieder.

Weil ich mich in meiner eigenen Welt befinde.

Weil es mir zu eng wird in meinem Kopf.

 

Du sagst wieder einmal irgendwas wie: vergiss mich, leb dein Leben, werde glücklich... Ich muss kotzen von diesen Worten. Jeder Buchstabe löst einen Würgereiz in mir aus... Nur nicht der Anfangsbuchstabe meines Vornamens, den du dir mitten in die Brust hast stechen lassen. Der fordert einen Heulkrampf.

Ich hab mir dein D vor Jahren auch in die Brust stechen lassen. Direkt aufs Herz. Auf der linken Kammerseite.

Wie soll das funktioneren dieses "leb-dein-Leben"-Ding? Du gehörst doch zu meinem Leben, zu meinem Körper, bist mit tiefschwarzer Tinte in mein Herz eingelassen. Um dich zu vergessen, brauche ich eine lebensgefährliche Operation am offenen Herzen. Es muss in mühevoller Kleinstarbeit das Stück bemalte Haut herausgeschnitten werden. Da dann dieses Loch wieder gepflickt werden muss, werden weitere 14 Stunden für die OP angesetzt. Der alte Chefarzt wird sagen, dass er noch nie so eine komplizierte Operation durchführen musste. Er wird schwitzen. Und zittern. Seine Augäpfel werden austrocknen. Eine Fachzeitschrift wird meinen Fall veröffentlichen, weil es der Medizin erstmals gelungen ist, ein Loch aus dem Herzen herauszuschneiden um dieses dann anschließend mit einer hochinnovativen Silikonmasse zu verfüllen, die die NASA erfunden hat. Alles wird planmäßig verlaufen. Keine Komplikationen. Ich werde wieder aufwachen. Der Chefarzt wird bereits an meinem Bett stehen. Er wird wissen wollen, ob ich dich jetzt vergessen habe...

 

 

Verstehst du denn nicht?

Fühlst du denn nichts?

27.11.13 22:50


Er hat mich übers Wochenende einfach gefragt, ob ich sie haben will. Ich brauchte nicht nach zu denken. Natürlich wollte ich. Wir haben sie gestern dann zusammen von ihm abgeholt und zu mir gebracht. Ich war die ganze Zeit aufgeregt. Sie nach einem halben Jahr wieder zu sehen. Nach einem halben Jahr in seiner Wohnung zu stehen. Ihn anzufassen und zu riechen. Ich liebe ihn. Das weiß ich wieder sofort. Aber ich konnte wieder ein wenig mehr von ihm lassen....

25.11.13 13:03


Teilen und Verlieren

weg. weg. einfach alles weg...

 

Das weiß ich doch schon. Ihr habt mir immer und immer wieder das gleiche erzählt. Alle. Aber verdammt, selbst ich mir die Arme mit euren Texten volltattowieren würde, es würde in meinem Herz nicht ankommen. Nicht heute. Nicht morgen. Und wenn ihr glaubt, dass es mir auch schon besser ging, dann nur weil ich einfach gut die Fresse halten kann, während ich zuhause nicht aufhören kann selbst beim Abwasch zu heulen. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint...

Ohne euch hätte ich es nicht überlebt. Wirklich nicht. Und ich weiß, dass ich auf euch hören sollte. Ich weiß, dass ich genau das tun sollte, was ihr mir ratet. Aber im Moment, im Moment fühlt sich jeder Rat an wie ein Befehl. Ein Befehl zu funktionieren.

 

 

Du fehlst.

Du fehlst.

Und ich kann es noch immer nicht fassen, dass du dich gegen mich entschieden hast.

Hast du vergessen wer wir waren?

Bist du wahnsinnig?

Was hat dich so so sehr ver-rückt? 

 

21.11.13 19:34


GedankenRisse

Mein Gott. Ich weiß gar nicht was da los ist. Mein Kopf dreht sich, Unaufhaltsam. Immer schneller. Mit welcher maximalen Geschwindigkeit können sich Gedanken eigentlich um den Kopf drehen?

Du hörst nicht auf in mir zu sein. Hab alles getan, nichts mehr zu fühlen für dich. Hast alles getan, dass ich mein Leben ohne dich weiter führe. Hab das auch versucht. Bin aber immer wieder bei dir gelandet. Fühlst nichts mehr für mich, denke ich. Hast neues zu Lieben, denke ich.

 

-

 

und dann auch noch immer wieder die Katze. Immer wieder. Weil sie wie ein Kind für mich war. Weil wir zu dritt meine kleine Familie waren.

 

 

Verdammt. Sich mit sich befassen tut weh... Hatte ich wohl ganz vergessen.

 

 

20.11.13 23:03


Vor gefühlten tausend Jahren, konnte ich das letzte mal mich in Ruhe an meinen Laptop setzen, um über mich nachzudenken... Es ist nicht so, dass ich es momentan ganz gut hin bekomme, aber ich denke, wenn ich weiterhin alles immer wieder von mir weg schiebe, kann ich es nicht mehr retten.

Das letzte Mal war ich vor Monaten bei Frau R. Einfach nur weil wir es versäumt haben, neue Termine zu machen und es mir so schlecht geht, dass ich es nicht schaffe auch nur einen kurzen Anruf zu tätigen. Dass ich mich nicht jede Woche mit ihr zusammen setze um über mein Herz und über mein Hirn sprechen, hat dazu geführt, dass ich den Kontakt zu mir verloren habe.

Manchmal klingen Worte so einfach.

Aber keinen Kontakt zu mir haben, heißt in meiner Welt, wie ein Roboter zu funktionieren, der irgenwie einen Programmierfehler hat. Und immer wenn dieser Fehler auftritt, kenne ich mich nicht. Wie sehe ich eigentlich aus, wenn ich an den unpassendsten Orten und in den unpassendsten Zeitpunkten anfange zu weinen?

 

Scheiße.

Mehr geht gerade nicht.

20.11.13 22:36


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung